Der Valentinstag gilt längst nicht mehr nur als Fest der Liebe, sondern auch ein relevanter Konsumanlass. Für Handel, E-Commerce und Marken spielt der 14.02. eine bedeutende Rolle – von saisonalen Produkten bis hin zu Kampagnen (vor allem in den sozialen Medien).
Im Numerator Feiertags-Ausblick geben 35% des Umfrage-Panels an, den Valentinstag in diesem Jahr feiern zu wollen. Damit ist er der beliebteste Feiertag im ersten Quartal. Die aktuelle Verified Voices Umfrage unter 1027 Konsument:innen, die angeben, 2026 Valentinstag zu feiern, gibt Einblicke in geplante Aktivitäten und Konsumverhalten.
Wie der Valentinstag 2026 gefeiert wird
- Klassische Geschenke dominieren: Blumen und Pflanzen (32 %), Schmuck (17 %), Accessoires oder selbstgemachte Geschenke (je 13 %).
- Moderates Budget: Mehrheit plant Ausgaben unter 50 €, rund zwei Drittel bleiben unter 75 €. Rund jede:r Siebte plant Ausgaben über 100 €.
- Stationärer Handel vorn, ein Drittel kombiniert aber bewusst beide Kanäle.
- Galentine’s Day bleibt Nischenphänomen: 18 % feiern am 14.02 ihre Freundschaften. Mehr als ein Drittel kennt den Begriff jedoch nicht.
Numerator Feiertags-Ausblick für Deutschland 2026

Für den Numerator Feiertags-Ausblick 2026 haben wir rund 20.000 Konsument:innen in Deutschland (n=19.755) zu ihren Plänen rund um Feierlichkeiten im Jahresverlauf befragt.
Die Umfrage wurde Anfang Februar 2026 durchgeführt und liefert Einblicke in geplante Aktivitäten, Planungen und Einkaufsverhalten zu 12 Anlässen im Jahresverlauf – vom Valentinstag bis hin zu Weihnachten und Silvester.
Der vollständige Numerator Feiertags-Ausblick 2026 bietet eine detaillierte Einordnung aller Anlässe und dient als Grundlage für die folgenden Detailanalysen zu Karneval und Valentinstag.
Valentinstag 2026: Spontan geplant, Aufwand überschaubar
Anders als andere Feiertage wird der Valentinstag eher kurzfristig geplant: Rund ein Viertel der Feiernden beginnt weniger als eine Woche vor dem 14. Februar mit der Planung (24 %), weitere 18 % starten ein bis zwei Wochen im Voraus. 18 % treffen gar keine besonderen Vorbereitungen. Frühstarter:innen bleiben die Ausnahme: Nur rund 15 % beginnen mehr als drei Monate im Voraus.
Beim Aufwand zeigt sich ein ähnliches Bild. Die größte Gruppe ordnet sich in der Mitte der Skala ein (31 %). 37 % investieren (eher) viel Einsatz in Vorbereitung und Feier, während 32 % wenig bis keinen Aufwand betreiben. Der Valentinstag wird damit bewusst begangen, bleibt aber für viele organisatorisch überschaubar.
Auch das Budget unterstreicht diesen Charakter: Jede:r Zweite plant Ausgaben unter 50 €, rund zwei Drittel bleiben unter 75 €. Ein Budget über 100€ kommt für 13 % in Frage. Männer planen häufiger höhere Budgets ein und sind in den Ausgabenkategorien ab 100 € deutlich stärker vertreten, während Frauen überwiegend unter 50 € bleiben.
Der Valentinstag wird privat gefeiert
Der Valentinstag findet klar im privaten Rahmen statt: 62 % feiern zu Hause, 41 % mit Partner:in oder engster Familie. Fast jede:r Dritte plant einen Restaurantbesuch, während öffentliche Veranstaltungen kaum relevant sind (6 %). Der Valentinstag ist damit klar beziehungsorientiert und weniger eventgetrieben.
Die Hälfte der Feiernden plant keine Fahrt rund um den Valentinstag, 23 % bleiben im Umkreis von maximal einer Stunde. Längere Fahrten oder Flüge sind die Ausnahme. Der 14. Februar wird im gewohnten Umfeld verbracht.
Inhaltlich prägen kleine Gesten den Tag: 39 % machen oder tauschen Geschenke, 28,9 % kochen oder backen etwas Besonderes. Dekoration (16 %) oder thematische Kleidung (17 %) ergänzen das Bild, stehen aber nicht im Zentrum.
Was wird 2026 zum Valentinstag verschenkt?

Wer etwas zum Valentinstag verschenkt, orientiert sich gern an den Klassikern: Blumen und Pflanzen sind mit 32 % das mit Abstand beliebteste Geschenk. Es folgen Schmuck (17 %), Accessoires (13 %) und selbstgemachte Geschenke (13 %). Ähnlich häufig werden auch Gutscheine (12 %) und Wellnessprodukte (12 %) verschenkt. Der Valentinstag bleibt damit ein Anlass für symbolische, persönlich aufgeladene Präsente statt für funktionale Anschaffungen.
Auffällig ist zudem, dass 13 % noch nicht wissen, was sie verschenken möchten – eine Chance für Inspiration und Aktivierung im Handel.
Saisonale Produkte stoßen dabei auf gemischte Resonanz: 46 % sind offen für thematische Valentinstagsprodukte wie spezielle Süßigkeiten, 29 % lehnen sie hingegen ab.
Wer verschenkt was zum Valentinstag?
Zwischen Männern und Frauen zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Geschenkwahl. Männer greifen häufiger zu klassischen Präsenten wie Blumen und Pflanzen (41 % gegenüber 24 % der Frauen) sowie zu Schmuck (23 % gegenüber 13 %). Frauen hingegen entscheiden sich stärker für selbstgemachte Geschenke (16 % gegenüber 10 % der Männer) oder persönliche Aufmerksamkeiten.
Valentinstag: Hybrid eingekauft – mit starker Alltagsbasis
Einkäufe für den Valentinstag werden bevorzugt im stationären Handel erledigt (42 %). Rund ein Drittel shoppt hybrid.
Mehr als die Hälfte derjenigen, die Valentinstag feiern, erledigen ihre Einkäufe im stationären Lebensmittelhandel. Jede:r Dritte entscheidet sich für einen Einkauf in der Drogerie. Mit 18% gehören auch Restaurants zu beliebten Einkaufsstätten zum Fest der Liebe.
Gutes Timing für Valentinstags-Kampagnen
Zwei Drittel empfinden den Verkaufsstart im Handel als „genau richtig“, ein Viertel als zu früh.
Emotionen rund um den Valentinstag: Freude überwiegt
Emotional wird der Valentinstag überwiegend positiv wahrgenommen. 53 % verbinden mehr Freude als Stress mit dem Anlass, 38,9 % sehen beides im Gleichgewicht. Nur 13 % empfinden überwiegend Stress. Das Fest der Liebe bleibt damit für die Mehrheit ein bewusst gewählter, positiv aufgeladener Moment.
Fest der Liebe oder Fest der Freundschaft?
Der sogenannte Galentine’s Day – ursprünglich als Gegenbewegung zum klassischen Paarfokus entstanden – etabliert sich in bestimmten Kreisen als Anlass, mit Freund:innen statt Partner:innen zu feiern. In der Breite spielt er bislang jedoch eine untergeordnete Rolle: 18 % planen eine entsprechende Feier, 36,5 % kennen den Begriff nicht. Eine flächendeckende kulturelle Verankerung ist damit noch nicht erkennbar.
Der Valentinstag ist kein öffentliches Großereignis, sondern ein bewusst gestalteter, privater Anlass. Gefeiert wird überwiegend im kleinen Kreis oder zu zweit, mit klarer Fokussierung auf klassische Geschenke und persönliche Gesten. Das Budget bleibt für viele überschaubar, während eine kleinere Gruppe gezielt höhere Beträge investiert. Der Einkauf verteilt sich hybrid über Online- und stationäre Kanäle, bleibt jedoch stark im Alltagsumfeld verankert.
2026 fällt der Valentinstag auf das Karnevals-Wochenende. Wie Konsumierende in Deutschland das Fest der Liebe in diesem Jahr verbringen, zeigt die Numerator Karnevals-Umfrage.